Baubericht 20er Bauchorgel von Christian Dressel.

Es war der 27. August,als meine Frau mich fragte,ob ich auch so eine kleine Drehorgel bauen will wie Christian Dressel und Hans Peters sie gebaut haben. Es sind kleine Midi gesteuerte Drehorgeln auf der Basis der Bauanleitung von Hans Beijer ausgestattet mit Höffle-Pfeifen. Auffallend bei dieser Drehorgel ist die Kröpfung der Begleitpfeifen und die Aufstellung links und rechts der Melodiepfeifen. Der Entwurf dieser kleinen Orgel ist aber komplett durch Christian erfolgt, und ich nenne sie daher auch "Dressel-Drehorgel" Hans steht ganz links,und Christian ganz rechts auf dem Foto.



Es gibt keine Baubeschreibung für die Orgel. Es ist eine Mischung aus verschiedenen Baubeschreibungen. Die Pfeifen stammen aus der Beschreibung von Höffle, die Balgkonstruktion aus einer Beijertje und auch verschiedene Ideen, die von den Erbauern der Orgel erdacht wurden, sind darin enthalten. Da es sich um eine Bauchorgel handelt, sollte das Ganze so leicht wie möglich sein. Christian verwendete Paulownia-Holz, eine Art von Holz, das in den Niederlanden schwer zu finden ist, aber in verschiedenen deutschen Baumärkten in Form von Möbelplatten von 1000x500x18mm erhältlich ist. Christian hatte Hunderte von Fotos von der Konstruktion seiner Orgel gemacht. Indem ich diese Fotos sorgfältig studierte, konnte ich die Maße verringern. Zuerst habe ich mit den Pfeifen angefangen. Diese Dimensionen waren bekannt, so dass ich auch die innere Breite des Organs bestimmen konnte. Mit einer für 30 € erbauten Mini-Drehbank habe ich Griffe für die Spunde gedreht.

Christian verwendete Doppelpfeifen als Melodiepfeifen, zwei Flöten, die mit einem gemeinsamen Pfeifenfuß zusammengefügt und dann schwebend gestimmt wurden. Ich habe mich für ein separates Register zum Zuschalten entschieden. Diese betonen den typischen kleinen Orgelklang (siehe Foto oben).

Ich habe den Balg nach der Methode von de Vries hergestellt, also mit Hilfe von Lederstreifen. Ich habe auch Flugzeugsperrholz anstelle von Kartonverstärkung verwendet, weil es fester ist.

Das Entlüftungsventil befindet sich an der Innenseite des Magazinbalgs. Die Gelenke am Balg und am Balgstößel sind aus Teflon gefertigt: (Leicht, stabil, und langlebig.)

Die Windlade ist für die Verwendung mit 2 Register ausgelegt. Auf dem Bild unter der Ventillade die gegenüberliegenden Ventilklötze aus Holz.

Die Seitenwände der Orgel sind aus Paulownia-Holz gefertigt. Nahezu alle Komponenten sind an diesen Wänden montiert. Darüber hinaus ist die Rückwand aus 3mm Sperrholz mit einem Rahmen. Als visuelle Trennung wird eine ähnliche Wand hinter den Pfeifen hergestellt. Zwischen dieser Wand und dem Balg war gerade genug Platz für einen Lagerplatz für die Batterie.

Zur Steuerung der Ventile wird ein modifiziertes 12V-Relais verwendet. Wenn das Relais angezogen wird, kann Luft aus der Lüftungsöffnung entweichen und das entsprechende Ventil wird sich öffnen und schließen.

Die Platzierung der Bässe ist deutlich sichtbar auf der Unterseite. Hier sind auch leicht die Einstellschrauben der Ventile erreichbar.Die Controller-Karte, die zur Steuerung der Relais dient, befindet sich zwischen den Basspfeifen und der Unterseite des Balges.

Da es das Ziel ist, dass diese 20er Bauchorgel über eine Funkverbindung mit meiner 31 Orgel zusammenspielt, habe ich die Dekoration der Orgel mit Ausnahme der beiden Tanzpaare, die auf beiden Seiten stehen, gleich gehalten.

Die Orgel ist fertig und die ersten fröhlichen Melodien spielen pünktlich zur Hobbydemonstration im Locht am 3. und 4. März 2018. Auf den folgenden Bildern sind sowohl die 31er als auch die 20er zu sehen.

Christian und Hans waren auch am zweiten Demonstrationstag anwesend. Hans hatte alle seine Orgeln mitgebracht. Zusammen mit denen von Christian und mir konnten wir eine echte Orgelpyramide aufbauen.



Unterstehender Links sind eine Impressum von die Hobbydemonstrationstage in de Locht am 4 März 2018.

Bauchorgelorchester

Drehorgeltreffen


Hier der Link zu der Hompage von Christian auf der er seine Bauchorgel vorstellt.
Auch weitere Baubilder sind dort zu finden. Mit Dank an Reinhard Friederichs für die Übersetzung in die Deutsche Sprache.

Link zu der Hompage von Christian